Finanzmärkte in kritischer Phase

Das Maß der Aufmerksamkeit, das die “Märkte” seit Mitte Mai Gerüchten und Meldungen hinsichtlich QE entgegen bringen, zeigt, wie verletzlich die US-Wirtschaft in Bezug auf diese Asset-Käufe ist.

Seit Jahresbeginn sind die 10-jährigen US-Renditen um rund 20% auf aktuell 2,1% angestiegen. Es gibt erste Meinungen, die den seit 30 Jahren anhaltenden Abwärtstrend bei den Renditen zu Ende gehen sehen.

Welche Bedeutung die Zinsentwicklung für die US-Gesamtwirtschaft hat, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass ein bis zwei Prozent des BIP-Wachstums vom Hausmarkt generiert werden. Das US-BIP ist zuletzt um annualisiert 2,4% angestiegen, es entfallen also (lediglich) zwischen 0,4 und 1,4 Prozent des Wachstums auf die übrigen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Der ISM-Index ist jüngst unter die Scheidelinie bei 50 gesunken und zeigt damit Kontraktion der Fertigungsindustrie an. Dem schwachen Verlauf dieses Stimmungsindex entsprechen der Verlauf der US-Konsumausgaben (PCE) und der Verlauf des von der Fed besonders beachteten PCE-Preisindikators. Die beiden zuletzt genannten Datenreihen entwickeln sich seit einigen Monaten unterhalb ihres Trends (rote Signallinie).

weiterlesen…

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Japan Kamikaze

Kommt eine neue Asienkrise? Plötzlich, fast wie aus dem Nichts, wird Asien erschüttert und die Welt zittert vor heftigen Marktverwerfungen in den Schwellenländern, aber auch im asiatischen Industrieland Japan.

 

von Carsten Englert

Lange Zeit sah es so aus, als ob sich die Lage stark gewandelt hat. Früher waren die asiatischen Länder die wirtschaftlichen Krisenherde. Ende der 1990er-Jahre gab es die große Asienkrise. Die Schwellenländer wuchsen zwar schon damals stark, waren aber instabil. Doch die meisten Länder haben Lehren daraus gezogen. Mit Erfolg. Denn in den letzten Jahren gab es nicht wenige Investoren, die Asien als Zufluchtsort gesucht haben. Staats- und Unternehmensanleihen der Schwellenländer waren heiß begehrt.

Kein Wunder. Im Gegensatz zu Europa und den USA gab es weiterhin Wachstum. Durch die Haushaltsdisziplin in den Jahren des Erfolgs haben die meisten Länder – die große Ausnahme in Asien ist Japan, das den höchsten Schuldenquotienten aller entwickelten Nationen hat – zudem im Vergleich geringe Verschuldungsquotienten. Einige Wirtschaftskommentatoren haben sich sogar schon dazu hinreißen lassen, von neuen Stabilitätsankern zu sprechen.

weiterlesen…

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Die Nervosität des Drogenabhängigen!

Good morning Traders am 18. Juni,

sehr nervös präsentierten sich gestern die Aktienmärkte. Vorerst starteten die Aktien wegen der Hoffnung auf eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik fester in den Handel, um dann wieder kurzfristig einzubrechen. Ein Artikel in der Financial Times über ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe QE3 durch die Fed, hat die Investoren verschreckt. Die Aktien wurden schnell verkauft um dann, nach einer Gegendarstellung des Autors auf Twitter, sofort wieder anzuziehen. Wieder einmal sah man wie verzerrt die Märkte sind, und nur mehr auf die erwarteten Aktionen der Notenbanken reagieren. Wie ein Drogenabhängiger vom Dealer. Bekommt er eine neue Dosis ist der happy, wird ihm aber die tägliche Ration entzogen, wird er nervös.

Die totale Abhängigkeit von den Notenbanken

Damit haben die Notenbanken ein Szenario geschaffen mit dem sie sicher nicht glücklich sind. Wenn die Fed, EZB, Bank of England oder Bank of Japan ihre lockere Geldpolitik fortsetzen, sind die Investoren zufrieden. Kommen jedoch gute Konjunkturdaten, so wie in den letzten Tagen, dann wird nervös reagiert. Diese hektische hin und her stellt meine Trendfolger auf eine harte Probe. Gestern wurden wieder einmal gute US-Konjunkturdaten präsentiert. Die Wirtschaftsaktivität im Großraum New York hat sich stark verbessert und ist von -1,4 Punkte auf +7,8 Punkte gestiegen. Auch der Immobilienmarkt zeigt sich robust, der Hausmarktpreisindex Markit hat von 45 auf 52 Punkte zulegen können.

Notenbank Fed wird restriktiver werden

Aufgrund der sich bessernden US-Konjunkturdaten wird die US-Notenbank Fed morgen ihre extrem lockere Geldpolitik überdenken müssen. Eine Reduzierung des QE3 sollte angekündigt werden.

Wichtige Wirtschaftstermine

Heute ist der Konjunkturkalender gefüllt mit neuen Daten. In Japan werden die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung veröffentlicht. In der Eurozone die PKW-Neuzulassungen und das ZEW-Konjunkturbarometer. In Großbritannien die Preise für Verbraucher und Erzeuger. Am Nachmittag sehen wir dann für die USA ebenfalls die Verbraucherpreise und weitere Daten zum Immobilienmarkt. Nachdem bereits gestern gute Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, sollte sich dies heute fortsetzen.

Futures Vorbörse

Die Vorgaben aus Asien sind heute negativ, aber die US-Futures notieren im Plus. Der DAX wird zum Handelsbeginn bei 8.195 Punkten erwartet und liegt damit unter dem gestrigen Schlusskurs. Die Frühindikatoren aus China haben enttäuscht und drücken auf die Stimmung.

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Anleger im Bann von Tauben und Falken

Es ist an der Zeit, eine Reihe von aktuellen Geldthemen aufzugreifen, die uns alle in naher Zukunft intensiv beschäftigen werden. Da ist zunächst die Auseinandersetzung zwischen EZB und Bundesbank. Ich habe ihre Knackpunkte zwar schon in meiner Kolumne vom vergangenen Donnerstag bei wiwo.de genannt, aber ein brisanter Punkt sei hier besonders herausgestellt: die Warnung von EZB-Direktor Jörg Asmussen vor einer Änderung des EU-Vertrags. Sie bedeutet erstens, dass dieses Thema längst noch nicht ad acta gelegt ist, und zweitens, dass es zwischen ihm und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann mittlerweile einen tiefen Graben gibt, weil Weidmann mit der Einschränkung des EZB-Mandats liebäugelt.

Damit sind wir bei einer von mehreren Ursachen für den jüngsten Kursrückgang deutscher Aktien. Die anderen lassen sich bündeln, indem man sie auf ihren Kern zurückführt: die Furcht vor dem Ende der lockeren Geldpolitik. Das vorübergehende Desaster an der japanischen Börse spiegelt nur einen Sonderfall dieser Furcht wider. Warum der Streit zwischen EZB und Bundesbank so gravierend ist, ergibt sich aus der Überlegung, das Bundesverfassungsgericht könnte die Bundesregierung verpflichten, das EZB-Mandat einzuschränken. Daraus dürfte dann eine Einschränkung der lockeren EZB-Geldpolitik folgen – und eine weitere Unruhe an den Börsen, wie Anleger sie schon lange nicht mehr erlebt haben. Das nehmen die Aktienkurse derzeit in typischer Börsenmanier vorweg, indem sie an manchen Tagen plötzlich tief fallen.

weiterlesen…

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Fed-Sitzung im Fokus der Investoren!

Good morning Traders, am 17. Juni,

eine erfolgreiche Handelswoche liegt hinter uns:

Im Wochenvergleich stieg das Trendfolgedepot KNOCKOUT-ZERTIFIKATE um 0,7% auf €18.217,67 und liegt damit seit Jahresbeginn mit -6,4% im Minus. Das Trendfolgedepot FAKTOR-ZERTIFIKATE legte gegenüber der Vorwoche um 1,4% auf €9.271,08 zu und liegt damit -7,3% seit Jahresanfang zurück. Das Trendfolgedepot CFD’s erhöhte sich in der Vorwoche um 0,9% auf €9.686,34 und liegt damit seit Anfang des Jahres mit -3,1% im Minus.

Warten auf die Fed-Sitzung

Am Mittwoch wird die US-Notenbank Fed den aktuellen Zinsentscheid präsentieren. Aber noch wichtiger wird sein, ob das Anleiheankaufprogramm QE3 fortgesetzt wird oder nicht. Bereits beim letzten Fed-Protokoll hat sich gezeigt, dass immer mehr Mitglieder des Fed-Komitees sich skeptisch gegenüber den positiven Auswirkungen der Anleihekäufe zeigten. Die Käufe drücken die Renditen der Anleihen auf ein unattraktives niedriges Niveau. Vielen institutionellen Investoren fehlt jetzt die notwendige Rendite in ihren Portfolios, und müssen daher auf den Aktienmarkt ausweichen. Dadurch gehen sie ein größeres Risiko ein.

Asset-Allocation ist extrem wichtig

In der aktuellen Situation ist es extrem wichtig das Risiko zu streuen. Mit unseren Depots sind wir sehr breit aufgestellt und haben das Risiko auf verschiedene Assets (Vermögensklassen) aufgeteilt. Sollten einmal die Aktien nicht so gut laufen, dann könnte die Rohstoffe oder Währungen dies wieder wettmachen. Zuletzt haben wir vom BUND Short sehr gut profitiert und in wenigen Wochen mehr als 20% Kursgewinne erzielt.

Restriktive Geldpolitik ist zu erwarten

US-Notenbankpräsident Ben Bernanke dürfte am Mittwoch eine restriktivere Geldpolitik für die nächsten Wochen verkünden. Die US-Wirtschaft zeigt sich robust und der Arbeitsmarkt kommt langsam wieder in Schwung. Das QE3 sollte reduziert werden.

Wichtige Wirtschaftstermine

Heute stehen die US-Immobiliendaten im Mittelpunkt der Investoren. Der US-Häusermarkt dürfte sich weiter erholen.

Futures Vorbörse

Die Vorgaben aus Asien sind heute freundlich, auch die US-Futures notieren im Plus. Der DAX wird zum Handelsbeginn bei 8.125 Punkten erwartet und liegt damit auf dem letzten Schlusskurs.

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Verlieren die Zentralbanker die Kontrolle?

Die letzten Wochen waren höchst interessant. Erinnern wir uns daran, dass Japan (von bestimmten regionalen Unterschieden abgesehen) seit mehr als zwei Jahrzehnten hinsichtlich makroökonomischer Verschlechterung und Geldpolitik der globale Trendsetter ist. Japan hatte als erstes Land eine große Immobilien- und Banken-Bubble, die auch als erstes platzte, danach folgten jahrelang Zinssätze von 1%, dann der Nullzins und anschließend viele Runden quantitativer Lockerungsprogramme. Der Westen folgte jedem dieser Schritte in der Regel mit einem zeitlichen Abstand von ungefähr 10 Jahren, auch wenn er in letzter Zeit aufzuholen schien.

Japan ist derzeit das erste Land, das “alles auf eine Karte setzt” und ein tabuloses Gelddruckprogramm durchsetzt, das (angeblich) die Wirtschaft stimulieren soll – auch bekannt als “Abenomics”, benannt nach Japans neuem Premierminister Japans, Shinzo Abe, der neuen Gallionsfigur des politischen Hyperaktivismus‘. Ich gehe davon aus, dass der Westen bald folgen wird. Mein erster Kandidat ist dahingehend Großbritannien. Warten wir ab, bis Mr. Carney sein neues Amt antritt und sich dem “monetären Aktivismus“ verschreibt. Schon von Carnenomics gehört?

Das eigentlich Interessante an den jüngsten Entwicklungen in Japan ist aber Folgendes: Anfänglich verhielten sich die Märkte genau so, wie die Zentralbanker das angedacht hatten. Sie stiegen. Im Mai vollzog sich allerdings eine erstaunliche und abrupte Wende hin zum Schlechten. Innerhalb von nur acht Handelstagen brach der Nikkei-Aktienindex um 15% ein. Eingeleitet wurde dies von kräftigen Kursverlusten am Rentenmarkt!

weiterlesen…

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Gerüchte pushen wieder einmal die Aktien!

Good morning Traders am 14. Juni,

gestern präsentierten sich die US-Aktien wieder einmal erstaunlich fest. In den letzten Tagen wurden die Aktien wegen der Angst vor einem Ende der lockeren Geldpolitik der Notenbanken abverkauft. Gestern wurden wieder einmal starke US-Konjunkturdaten präsentiert. Die Lagerbestände, der Einzelhandel und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen besser als erwartet aus. Dies wäre eigentlich ein weiteren Grund gewesen, pessimistisch zu sein. Denn je besser die US-Wirtschaft läuft, desto schneller wird die US-Notenbank Fed die Leitzinsen erhöhen, und das Anleihe-ankaufprogramm QE3 beenden. Aber dies war gestern überraschend kein Thema mehr. Sie sehen schon liebe Leser, wir verwirrend die Aktienmärkte zurzeit laufen. Eine vernünftige Markteinschätzung ist nicht mehr möglich.

US-Konjunktur zeigt sich robust

Auch für heute werden gute Wirtschaftsdaten für die USA erwartet. Dies sollte weitere Signale bringen, dass die Fed ihr QE3 mit der nächstwöchigen Notenbanksitzung, vorzeitig beenden sollte. Bereits im letzten Sitzungsprotokoll der Notenbank Fed konnte eine restriktive Geldpolitik herausgelesen werden. Damit dürfte den Aktienmärkten der notwendige Treibstoff für weitere Kursanstiege ausgehen. Im Gegensatz dazu veröffentlichte gestern das Wall Street Journal, dass Fed-Präsident Ben Bernanke missverstanden wurde, und die lockere Geldpolitik sehr wohl noch lange fortgesetzt werden sollte. Damit wurde unter den Investoren Euphorie ausgelöst, und sie deckten sich wieder mit Aktien ein, die sie in den Tagen davor noch abgestoßen hatten. Damit laufen die von der Hoffnung auf Liquidität getriebenen letzten verzweifelten Erholungsversuche. Im Prinzip ist aber die lange Rally bereits beendet, und die laufende Korrektur sollte somit fortgesetzt werden. Wir lassen unsere Positionen laufen und warten ab.

Wichtige Wirtschaftstermine

Heute werden die Verbraucherpreise der EWU veröffentlicht, die wieder anziehen sollten. Am Nachmittag sehen wir die US-Erzeugerpreise, Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung und das Verbrauchervertrauen. Insgesamt werden die US-Daten freundlich erwartet.

Futures Vorbörse

Die Vorgaben aus Asien sind heute freundlich, auch die US-Futures notieren im Plus. Der DAX wird zum Handelsbeginn bei 8.160 Punkten erwartet und liegt damit über dem gestrigen Schlusskurs.

Fazit: abwarten

Ein durch Gerüchte getriebener erneuter Erholungsversuch im gebrochenen Aufwärtstrend. Wir warten ab und lassen unsere Positionen laufen.

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Bill Gross: Das verwundete Herz

Noch nie wurden Risiken so schlecht belohnt wie heute. Das wird zerstörerische Folgen haben. Bill Gross über den teuren Preis von Renditen im Nullbereich.

Joseph Schumpeter, der den Ausdruck der «schöpferischen Zerstörung» prägte, brachte in den 1930er-Jahren eine weitere, weniger bekannte Aussage hervor. «Gewinne», schrieb er, «sind von Natur aus temporär: Sie lösen sich im anschliessenden Prozess aus Wettbewerb und Anpassung in Luft auf.»

Und so geschah es auch, zumindest auf der Mikro-Ebene, auf die Schumpeters Bemerkung offenkundig abzielte. Einst stolze, scheinbar unzerstörbare Giganten des Kapitalismus mussten einsehen, dass ihre Gewinne vergänglich waren. Kodak, Sears, Barnes & Noble, AOL und zahllose andere wurden durch den technischen Fortschritt, ein gezielteres Management oder neue Geschäftsmodelle, die sich besser auf ein neues Zeitalter «übertragen» liessen, nahezu in Vergessenheit konkurriert.

Der Kapitalismus auf der Makro-Ebene muss sich jedoch grundsätzlich von jenem der Firmenebene unterscheiden, die sie ausmachen. Denn die Gewinne können nicht allesamt temporär sein oder wegkonkurriert werden, wenn der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, Bestand haben soll.

weiterlesen…

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Starker Renditeanstieg bei den Bonds!

Good morning Traders am 13. Juni,

der Renditeanstieg der US-Bonds wirkt sich immer negativer auf das Umfeld der Kapitalmärkte aus. Vor allem der Anstieg der Renditen bei den Hypothekenanleihen macht Sorgen. Die Hypothekenzinsen sind in den letzten Tagen von 3,4% auf 4,2% nach oben geschossen, Tendenz weiter steigend. Auch die Rendite des BUND Futures steigt mit fallenden Kursen. Damit wird die Alternative zu Aktien wieder interessanter.

Investoren suchen Sicherheit

Die Rendite am Anleihenmarkt wird für die Investoren immer attraktiver. Die Verlockung die Gewinne bei den Aktien nun mitzunehmen, und in Anleihen umzuschichten wird immer größer. Das Risiko bei den Aktien nimmt zu, dies zeigt uns auch der starke Anstieg der Volatilität. Die Investoren reduzieren ihr Risiko bei den Aktien und schichten in Anleihen um. Dieser Trend könnte sich bis zum 19. Juni, dem nächsten Fed-Meeting, fortsetzen. Erst zu diesem Zeitpunkt wird klar sein, ob die US-Notenbank Fed ihre expansive Geldpolitik ändert, beibehält oder ausweitet. Aktuell wird in den Märkten eingepreist, dass die Fed den Ankauf von hypothekenbesicherten Anleihen reduziert. Daher auch der starke Anstieg dieser Renditen.

Japan im Crashmodus

In Tokio crashen die Aktien und die japanischen Staatsanleihen. Der massive Anstieg der letzten Monate wird nun schmerzhaft korrigiert, und im Gegensatz dazu zieht der Yen stark nach oben. Damit ist die expansive Geldpolitik der japanischen Notenbank gescheitert. Die letzte Aktion der massiven Aufstockung der Anleihekäufe hat nur einen kurzfristigen Effekt gehabt. Der jetzige Kursverlauf in Japan könnte bereits ein Vorbild für den anstehenden Ausverkauf in den USA und Europa sein.

Wichtige Wirtschaftstermine

Heute stehen die US-Daten im Fokus der Investoren: die US-Importpreise werden fester erwartet, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollten wieder gestiegen sein. Die Einzelhandelsumsätze und Lagerbestände sollten ebenfalls zugenommen haben.

Futures Vorbörse

Die Vorgaben aus Asien sind heute schwächer, auch die US-Futures notieren im Minus. Der DAX wird zum Handelsbeginn bei 8.100 Punkten erwartet und liegt damit unter dem gestrigen Schlusskurs.

Fazit: abwarten

Die Aktienmärkte und Anleihen korrigieren und wir lassen unsere Positionen laufen.

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert

Der Anleihencrash rückt näher – und die Folgen

In den vergangenen Wochen sind die Kurse von US-Staatsanleihen (Treasuries) auf Tauchstation gegangen. Ihnen sind die Aktienkurse an der Wall Street und anderswo etwas verzögert gefolgt, auch in Deutschland. Dadurch haben Groß- und Kleinanleger viel Geld verloren, besonders die anleihelastigen. Jetzt fragen Sie womöglich: na und? Schließlich gehören Sie ja mit größter Wahrscheinlichkeit nicht gerade zu jenen Anlegern, die Uncle Sam Geld geliehen haben. Doch Vorsicht, es kann sein, dass das Abtauchen der Treasuries schon zu den Vorboten einer Entwicklung gehört, die auch weitere Anlagen – mal negativ, mal sogar positiv – beeinflussen wird: Anleihen anderer Schuldner, Aktien wie erwähnt, Immobilien, Edelmetalle und Rohstoffe.

Kursverluste von Anleihen spiegeln prima vista den reziproken Wert des Zinsanstiegs wider. Das heißt hier konkret: In den USA sind die Zinsen gestiegen. Aber diese statische Betrachtungsweise reicht nicht aus, wenn man den Dingen auf den Grund gehen will. Denn die Kursverluste sind in wenigen Wochen zustande gekommen. Sie machen ein Mehrfaches der Zinsgewinne aus, und das aus folgendem Grund: Zinsen beziehen sich üblicherweise auf ein Jahr; werden sie auf ein paar Wochen heruntergerechnet, was den Vergleich mit den Kursverlusten der vergangenen Wochen erst sinnvoll macht, schrumpfen sie zu einer mickrigen Größe zusammen. Die Kursverluste der Anleihen sind also viel ernster zu nehmen als die Zinsgewinne.

weiterlesen…

Veröffentlicht unter News | Kommentare deaktiviert